Aufstockungsunterhalt: Darlegungs- und Beweislast der Bedürftigkeit

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    Ein geschiedener Ehegatte kann sogenannten Aufstockungsunterhalt verlangen, wenn seine eigenen Einkünfte den ihm nach dem ehelichen Lebensstandard zustehenden Unterhaltsanspruch nicht erreichen (§ 1573 Abs. 2 BGB). Der Unterhaltspflichtige hat dann den entsprechenden Differenzbetrag zu leisten. Bei der Berechnung sind beide von den Eheleuten erzielten Einkommen gegenüberzustellen.

     

    Macht ein Ehegatte den Aufstockungsunterhalt gerichtlich geltend, muss er nicht nur seine Bedürftigkeit (§ 1577 BGB) darlegen und nachweisen, sondern auch die Erfüllung seiner eigenen Erwerbsobliegenheit. Das heißt, er muss auch nachweisen, dass er trotz gehöriger Anstrengungen kein höheres eigenes Einkommen erzielen kann.

     

    Beschluss des OLG Brandenburg vom 20.07.2018

    13 WF 117/18

     

     

    Christoph Wolters | Rechtsanwalt | Fachanwalt für Familienrecht

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