Erben in Spanien in 2017

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    Auch wenn Erblasser und Erben Deutsche mit gewöhnlichem Wohnsitz in Deutschland sind, ist formalrechtlich das in Spanien belegene Erbe eines Deutschen per Erbschaftsannahme (Aceptación de Herencia) vor einem spanischen Notar anzutreten. Das Grundbuchamt verlangt diese Formalität als Voraussetzung für die Umschreibung des Immobilieneigentums auf den/die Erben.

    Die für die Erbschaftsannahme dem spanischen Notar vorzulegenden Dokumente sind umfangreich. Unter anderem benötigt man die internationale Sterbeurkunde, die spanischen Zertifikate des Registro de Últimas Voluntades (Zertifikat über die In-/Existenz eines spanischen Testaments) und des Registro General de Seguros (Zertifikat über die In-/Existenz einer spanischen Lebensversicherung), die Erwerbsurkunde des Grundstücks, den Grundsteuerbescheid, Kopien der Personalausweise des Erben und ggf. der Erblasser, die N.I.E.-Nummern und als wichtigstes Dokument entweder das Testament einschließlich des Eröffnungsprotokolls (mit der Haager Apostille einschließlich der vereidigten Übersetzungen) oder den Erbschein (mit der Haager Apostille einschließlich der vereidigten Übersetzung).
    Binnen 30 Tagen ab der Erbschaftsannahme ist die Erbschaftssteuererklärung einzureichen. Die Steuer-Freibeträge variieren in den Regionen und liegen im Schnitt bei EUR 16.000. Die Erbschaftssteuer reicht von 7% bis 34% auf den Wert des Nachlasses und kann sich noch weiter erhöhen, sofern der Erbe keine verwandtschaftliche Bindung zu dem Erblasser hatte.
    Da das Prozedere kompliziert und die Dokumente nicht einfach zu beschaffen sind, kann die Hilfe eine Anwalts ratsam sein.

    Bei Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwältin Kristina von Ehren gern zur Verfügung. >

    Juni 2017, Rechtsanwältin Kristina von Ehren